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11.07.-05.10.08: Rembrandt - ein Jugendtraum im Wa

Rembrandt – ein Jugendtraum im Wallraf
Sammlung Kremer umfasst 48 Meisterwerke aus dem 17. Jahrhundert

Einen echten Rembrandt sein eigen nennen zu können, davon träumen viele, denn der holländische Maler ist ein weltweit bekannter Mythos. Sein Landsmann George Kremer gehört zu den wenigen, die sich diesen Traum, einen persönlichen „Jugendtraum“, erfüllen konnten. Rembrandts „Alter Mann mit Turban“ zählt zu den Highlights seiner hochkarätigen Sammlung von Bildern aus dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande. Sie vereint weitere Meister wie Gerrit Dou, Frans Hals, Pieter de Hooch, Hendrick ter Brugghen, Gerrit van Honthorst oder Michael Sweerts. Mit „Rembrandt, ein Jugendtraum“ ist die gesamte Sammlung Kremer zum ersten Mal im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen. Für die Schau entwarf das renommierte Designbüro concrete aus Amsterdam ein modernes, den Barock zitierendes Ausstellungsinterieur. Vom 11. Juli bis zum 5. Oktober 2008 treffen im Wallraf die alten niederländischen Meister auf das hippe Holland von heute.

Rembrandt und Kremer
Die Sammlung Kremer ist stark museal geprägt und weniger durch privaten Geschmack beeinflusst. So gehört das letzte Selbstbildnis von Adriaen Hanneman ebenso selbstverständlich zur Sammlung wie der „reuige Petrus“ von Gerrit van Honthorst (eines von nur siebzehn bekannten Bildern des Malers aus dieser Periode) und der „alte Mann mit Turban“ von Rembrandt. Letzteren erwarb das Ehepaar Kremer im Jahr 1995. Damals war das Gemälde noch dem Maler Jacques des Rousseaux zugeschrieben. Nach zwei Jahren intensiver Forschung durch den Experten Ernst van de Wetering und das „Rembrandt Research Project“ stellte sich heraus, dass es sich bei dem Bild in Wirklichkeit um einen echten Rembrandt handelt.

George Kremers Jugendtraum, den er seit seinem zehnten Lebensjahr in sich trug, als er bei einem Besuch im Amsterdamer Rijksmuseum die „Jüdische Braut“ von Rembrandt sah, hatte sich also bereits zu Beginn seiner Sammlertätigkeit erfüllt. In der atemberaubend kurzen Zeit von nur 13 Jahren haben George und Ilone Kremer bis heute 48 Meisterwerke aus dem „Goldenen Jahrhundert“ der Niederlande zusammengetragen. Dazu gehören auch drei Kupferplatten von Rembrandt, die während der Ausstellungszeit gemeinsam mit Blättern des Künstlers im Graphischen Kabinett des Wallraf zu sehen sind. Ziel der Kremers war und ist die Schaffung und der Erhalt einer Gemäldesammlung, die die Begeisterung für die niederländische und flämische Malerei des 17. Jahrhunderts wecken und bewahren soll. Dabei versteht das Ehepaar seine Kollektion als einen lebendigen und stetig wachsenden Organismus, ein eigenes „Kunstwerk”, das sich weiter entwickelt.

Alte Meister treffen junge Kreative
Für die Präsentation der Sammlung Kremer wählten die Ausstellungsmacher keine gewöhnliche museale Hängung nach Gattung oder Schule, sondern überraschen mit einem Brückenschlag über die Jahrhunderte. Eigens für die Schau hat das renommierte Amsterdamer Designbüro „concrete architectural associates bv“ ein topmodernes Ausstellungsinterieur entworfen, das die gesamte Sammlung Kremer auf einen Blick zeigt. Die jungen Kreativen haben sich mit unterschiedlichsten Projekten wie der clinic in Singapur, dem Amsterdamer Supper Club oder den Gastronomiebereichen im neuen Mercedes-Benz-Museum einen Namen gemacht.

Herausgeber der Presseinformation: Stadt Köln



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