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21.07.05: Marcel Marceau zelebriert

Die Hohe Kunst der Pantomime

zelebriert und präsentiert von Marcel Marceau

Wortlos und doch wortgewaltig, lautlos und zugleich von starker Intensität, so präsentierte sich der inzwischen 82jährige Marcel Marceau bei der Premiere in der Kölner Philharmonie.

Egal, ob er den Zuschauern "Die Schöpfung der Welt" nahe bringt oder in "Der Volkspark" Szenen aus dem Leben eines öffentlichen Platzes präsentiert, seine Mimik und Gestik ist so intensiv und präzise, daß man als Zuschauer das Gefühl hat unmittelbar dabei zu sein.

Doch wer denkt, daß er einen leichten Genuß vor sich hat, der irrt. Konzentration ist vom Publikum gefordert. Einen kleinen Augenblick nicht aufgepaßt und schon ist der Anschluß verpaßt und erneutes Eindenken in die soeben präsentierte Geschichte erforderlich. Die Zuschauer beweisen jedoch, daß sie bereit sind bei der Sache zu bleiben, man hört sie mitlachen, mitleiden und nach jeder einzelnen Szene begeistert applaudieren, so intensiv ist das soeben Erlebte.

Dafür werden sie belohnt durch die auch heute noch vorhandene Einmaligkeit des Marcel Marceau und schauen bewundernd zu mit welcher Leichtigkeit sich der heute 82jährige noch immer im Schummerlicht der Philharmonie bewegt, wenn die Szenen wechseln. So lachen sie über "Die Bürokraten", leiden beim "Gerichtshof" und erleben die wechselnden Bilder von "Jugend, Reife, Alter und Tod" mit.

Nach der Pause geht es denn weiter mit Marceaus berühmtem "Bip" mit Ringelhemd und Blümchen am zerknautschten Hut. Ihn können wir in den verschiedensten Rollen erleben vom "Löwenbändiger", der nahezu an der Sturheit seiner Raubkatze verzweifelt oder vom "Babysitter", der mit dem ihm anvertrauten Kind kämpft, um nur ja alles bei der Pflege richtig zu machen.

Dieses höchst anspruchsvolle und abwechslungsreiche Programm erntet dann auch zum Schluß zu Recht minutenlange stehende Ovationen - für einen Ausnahme-Künstler, aber auch für ein Ausnahme-Programm.

Weitere Termine:

Freitag, 22. Juli 2005, 21 Uhr Kölner Philharmonie
Samstag, 23. Juli 2005, 21 Uhr Kölner Philharmonie
Sonntag, 24. Juli 2005, 20 Uhr Kölner Philharmonie
Dienstag, 26. Juli 2005, 20 Uhr Kölner Philharmonie




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