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15.02.06: Angelo Branduardi
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Angelo Branduardi - Die Laude des Heiligen Franziskus
Zwischen Mittelalter und Moderne in der Philharmonie
Spartanisch ist die Bühne eingerichtet - ein Treppengerüst, eine Plattform, eine Rutsche aus Holz müssen reichen. Spartanisch bekleidet auch die Tänzer mit Kutten und Hemden, auch das ist ausreichend. Auf jeden Pomp wird verzichtet, der Blick des Zuschauers und Zuhörers soll sich auf das Gespielte, das Gesungene, die Instrumente konzentrieren - und genau das gelingt perfekt!
Andächtige Stille über zwei Stunden hinweg, eine mitten in der Woche zu später Stunde ausverkaufte Philharmonie - das gelingt einem Angelo Branduardi mühelos. Dabei hält er sich im Hintergrund, ist fast die ganze Zeit im Dunkel verschwunden und lenkt dadurch noch mehr auf das Geschehen auf der Bühne, die Schauspieler, die die Geschichte und die Botschaft des Heiligen Franziskus erzählen.
Dazu erklingt immer wieder die melancholische, höchst faszinierende Stimme Branduardis aus dem Hintergrund, mal italienisch, mal deutsch, und das Publikum wagt kaum in kleineren Pausen die Hand zum Klatschen zu erheben, so ergreifend ist die Performance.
Nur vierer Musiker, Branduardi eingeschlossen, bedarf es, für die Untermalung zu sorgen. Sie wechseln immer wieder die Instrumente, um dieses mittelalterliche Werk in der Neuzeit zu neuem Leben zu erwecken.
Und sie treffen vollends den Geschmack des Publikums, das auch zum Ende hin noch immer nicht den Saal verlassen will. Es wird nicht enttäuscht, Angelo Branduardi gibt noch drei Zugaben, bevor nach genau zwei Stunden die Lampen entgültig aufflammen und dieser wunderschöne Abend zu Ende geht.
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Angelo Branduardi in der Kölner Philharmonie
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 Fotos: Astrid Krüger
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29.01.06: Karnevalistische Matinée | 07.03.06: Finstere Weihnacht
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