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05.08.05: Liturgie des Weltjugendtags

Liturgie das Zentrum des Weltjugendtags

Symbolik in allen Elementen

Prälat Heiner Koch betonte in der Pressekonferenz auf dem Marienfeld anläßlich der Vorstellung der Liturgie des XX. Weltjugendtags, daß er sich freut, daß nach all den Mühen der Vergangenheit es jetzt soweit ist. Und so war es nicht verwunderlich, daß so kurz vor Beginn der Veranstaltungen das Herzstück vorgestellt wurde - die Liturgie.

Pfarrer Ulrich Hennes erwähnte dazu noch einmal die Symbole, die sich wie ein roter Faden vom Anfang der Feierlichkeiten mit den Eröffnungsgottesdiensten in Köln, Bonn und Düsseldorf bis zur Abschlußmesse mit dem Papst auf dem Marienfeld ziehen. Sie folgen, so Hennes, dem Weg der Weisen aus dem Morgenland und der Bedeutung ihrer Worte "Wir sind gekommen, um IHN anzubeten".

Weltjugendtags-Generalsekretär Dr. Heiner Koch, aber auch allen anderen Verantwortlichen, liegt viel an der Verwendung dieser starken Symbolik, das merkt man allen Beteiligten an. Bis ins kleinste Detail soll sich daher dieses Symbol wiederspiegeln. Das merkt man in den Sternen, die die Jugendlichen aus aller Welt mitbringen und mit anderen austauschen sollen, das merkt man an den Stationen der Fahrt des Heiligen Vaters vorbei an den kirchlich wichtigsten Stätten in Köln.

Herzstück des Weltjugendtags sind dazu die Vigil am Samstag, dem 20.08. auf dem Marienfeld, die rund zwei Stunden andauern soll. Dazu gibt es spezielle Vigil-Kerzen, die auf der Pressekonferenz ebenfalls vorgestellt wurden. Rund 800.000 sollen es werden, dazu 120 weitere Kerzen mit einem Durchmesser von einem Meter, die in Bassins schwimmen und 7000 weitere, die auf dem Altarhügel verteilt sein werden. Auch hier wieder die Symbolik, indem ein Pfadfinder und ein junger Christ aus dem Heiligen Land das Licht von Bethlehem an Papst Benedikt XVI. überreichen werden.

Dafür, daß das Wetter mitspielt, soll in der nächsten Woche noch eine Kerze angezündet werden, denn alles spielt sich unter freiem Himmel ab. Wenn es regnet, werden alle naß, wenn es windig ist, gehen die Kerzen aus.

Für die rund zweieinhalb Stunden dauernde Abschlußmesse am Sonntag wurde eigens ein Chor zusammengestellt. Den Mittelpunkt bildet die "Missa mundi", ursprünglich ein gregorianischer Choral, erweitert auf eine Messe für die Welt in den fünf Sprachen des Weltjugendtags (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch).

Die 3000 Hostienschalen für den Abschlußgottesdienst wurden hauptsächlich von Jugendlichen hergestellt und wirken wie eine Halbkugel, ein aufgeschnittener Erdball. Hergestellt wurden sie aus Stahl - Symbol für die Verläßlichkeit Gottes.

Starke Symbole auch bei den Meßgewändern. 4500 der 7000 Priester werden sie bei der Messe tragen, die anderen eine entsprechende Stola. Sonnengelbe Streifen zieren die Gewände, vorne vertikal, hinten horizontal, wenn der Priester die Hände vor der Brust falten, wird ein Kreuz zu sehen sein. Geheim bleibt hingegen noch wie das Meßgewand von Papst Benedikt XVI. aussehen wird.

Gleichzeitig bot dieser Pressetermin auch einen Ausblick auf das Voranschreiten der Bauarbeiten auf dem Marienfeld bei Kerpen. Am Tag zuvor war die Wolke hochgezogen worden, die oberhalb des Papsthügels auf Stahlträgern "schwebt". Dazu wurden die Wege befestigt, benannt und mit Symbolen versehen, die Pilgeraufstellflächen abgesteckt und markiert und die ersten Zelte errichtet. Inzwischen werden auch die Erste-Hilfe-Stationen aufgebaut, nur die Toiletten- und Telefonhäuschen warten noch etwas abseits auf ihre endgültige Aufstellung.








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Marienfeld
(c) Astrid Krüger (c) Astrid Krüger
(c) Astrid Krüger (c) Astrid Krüger
(c) Astrid Krüger (c) Astrid Krüger
Fotos: Astrid Krüger


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