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Manipulation der Gene. Das Doping der Zukunft?

Manipulation der Gene. Das Doping der Zukunft?
Dokumentation aus der 3sat-Reihe „hitec“ zeigt, dass es Wege gibt, Leistungsmaschinen zu kreieren, bei denen man „natürlich“ nicht mehr von „gedopt“ unterscheiden kann.

Montag, 7. Juli 2008, 21.30 Uhr, 3sat

Erstausstrahlung

„Die Manipulation von Genen ist das Doping der Zukunft“, so Elisabeth Pott, Leiterin der NADA-Arbeitsgruppe „Prävention“. Immer höher, immer schneller, immer weiter – Leistungssport wie gerade wieder bei der Tour de France und den bevorstehenden Olympischen Spielen fordert seine Rekorde. Der Reiz vor allem in der Athletik besteht darin, immer wieder „eins drauf zu legen“. Doch der menschliche Körper hat seine natürlichen Grenzen.So wundert es nicht, dass Wissenschaftler der Universität des Saarlands in einer anonymen Umfrage herausgefunden haben, dass mehr als 48 Prozent der befragten Spitzensportler bereits einmal zu Doping-Mitteln gegriffen haben. Diese Zahl steht in starkem Widerspruch zu den Angaben der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) über tatsächlich überführte Doping-Sünder: 2006 war es in den Berichten nicht einmal ein Prozent aller Sportler. Entdeckungen der Gentherapie könnten bald die Entwicklung eines Gen-Dopings möglich machen, denn die Techniken, die geschaffen werden, um Menschen zu heilen, können missbraucht werden. So könnten Gene, die die Leistung positiv beeinflussen, direkt in den Muskel injiziert und durch Virenfähren in die Zellen gebracht werden, oder es könnten körpereigene Gene, die die Leistung bremsen, im Körper ausgeschaltet werden. Doch wie wäre ein solches Doping noch nachzuweisen? Ein Athlet könnte behaupten, diese besonderen Anlagen seien natürlich.

3sat-Autorin Annika Schipke beschäftigt sich in der „hitec“-Dokumentation „Manipulation der Gene“ mit den verschiedenen Doping-Verfahren und kommt zu dem Schluss, dass es technisch-wissenschaftlich immer schwieriger sein wird, Doping nachzuweisen und dadurch einzudämmen. So lange der Erfolg das höchste Ziel ist und jeden anderen Wert hintanstellen lässt, werde es immer Sportler geben, die diesen Schritt wählen – zumal wenn er unentdeckt bleiben könnte.

Herausgeber der Presseinformation: 3sat



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